Entwicklung der DGAW

Im Jahr 1990 wurde die DGAW vor dem Hintergrund der Erfordernisse der Wiedervereinigung gegründet. Zwischen Ost und West wurde erfolgreich der Erfahrungsaustausch der Fachleute etabliert.

Inzwischen dominieren andere Aufgabenfelder, wie auch die Mitgliederbefragung 2007 ergab:

 

+ Die Europäisierung in Politik, Recht und Normung nimmt mit Folgen für alle an der  Ausgestaltung der Rohstoff- und Ressourcenwirtschaft Beteiligten zu.

+ Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und die sich entwickelnde Technik – gerade auch unter den Vorzeichen der Kreislaufwirtschaft – führen zu erheblichen Strukturbrüchen in der Entsorgungswirtschaft, die zu begleiten, zu verarbeiten und zu bewerten sind.

+ Die Beteiligung der Öffentlichkeit wird in zunehmendem Maße formalisiert und undurchschaubarer.

+ Die Wirtschaft braucht für die langfristige ökologische Orientierung einer in den Produktionsprozess hineinwirkenden Kreislaufwirtschaft, gerade aus der Rohstoffwirtschaft, neue Impulse und Ideen.

+ Die Informatik führt in hohem Maße zu Veränderungen der Abläufe und der Prozesse in Verwertung und Entsorgung.

+ Die Weiterentwicklung der Rohstoffwirtschaft bedarf einer stärkeren Reflektion und Bewusstmachung gesellschaftlicher, sozialer und psychologischer Einflüsse.

+ In Anbetracht der vielschichtigen Themenbereiche mit denen sich die DGAW beschäftigt, wurden in den letzten Jahren Arbeitskreise zu deren inhaltlichen Vertiefung gegründet:

  • Abfall / Rohstoff
  • Deponien
  • EU Denkfabrik
  • Reststoffe aus MVA und EBS-Anlagen
  • DK3/Sonderabfall
  • Produktverantwortung/Rücknahmesysteme
  • Analytik
  • Biomasse als Regelenergie
  • Nachhaltigkeit

Aufgrund der zunehmend an Bedeutung gewinnenden Entwicklung der Rohstoff- und Ressourcenwirtschaft zeichnet sich auch ein wachsendes Interesse an der Arbeit unseres Vereins ab. Dies schlägt sich in den gut besuchten DGAW-Veranstaltungen sowie in den kontinuierlich wachsenden Mitgliederzahlen nieder.