8. Biogastagung Dresden – Biogas aus Abfällen und Reststoffen
Titel
8. Biogastagung Dresden – Biogas aus Abfällen und Reststoffen
Datum
28.09.2011
Veranstaltungsort
art'otel
Dresden
Beschreibung

28.-29.09.2011:

8. BIOGASTAGUNG DRESDEN – Biogas aus Abfällen und Reststoffen

Veranstalter:

  • Technische Universität Dresden, Prof. Dr. Dr. Bernd Bilitewski
  • Brandenburgische Technische Universität Cottbus, Prof. Dr. Christina Dornack
  • Universität Rostock, Prof. Dr. Michael Nelles,
  • Deutsches BiomasseForschungsZentrum, Prof. Dr. Frank. Scholwin,
  • Hochschule Bremen, Dr. Martin Wittmaier

Aufgrund der positiven Rückmeldungen im letzten Jahr veranstaltet die TU Dresden diesmal bereits nach einem Jahr die 8. Biogastagung gemeinsam mit den neuen Partnern: BTU Cottbus, Uni Rostock, dem Deutschen Biomasseforschungszentrum sowie der Hochschule Bremen. Wichtige Themen sind die anaerobe Vorbehandlung vor allem der abfallwirtschaftlichen Substrate, die Effizienzsteigerung und die Emissionskontrolle von Biogasanlagen.

Im Jahr 2010 wurden ca. 1000 neue Biogasanlagen mit sehr unterschiedlichen Technologien errichtet. Damit stieg die Zahl der Anlagen in Deutschland auf mittlerweile fast 6.000 an. Das Potenzial für die Errichtung neuer ist nach wie vor groß, nach einer Erhebung des Biogasfachverbandes wird z.B. derzeit nur ein Fünftel der in Deutschland anfallenden Gülle in Biogasanlagen vergoren.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen verändern sich in diesem Jahr durch die Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, des EEG und der neuen Düngemittel-Verordnung. Letztere tritt erst 2013 in Kraft, jedoch führen die Regelungen darin bereits heute zu Technologie- und Produktentwicklungen z.B. bei der Entwässerung von Gärresten, aber auch beim eingesetzten  Substratmix. Damit stehen den ökonomische und ökologische Grundlagen und die technologischen Verfahrensweisen erneut zur Diskussion.  Die Idee, die getrennte Sammlung von Bioabfällen gesetzlich vorzuschreiben wird den Verfahren der biologischen Abfallbehandlung neuen Aufschub geben. Durch die kombinierte energetische und stoffliche Verwertung von biogenen Reststoffen kann zunächst deren energetisches Potenzial abgeschöpft werden. Die stoffliche Nutzung z.B. als Bodenverbesserer ist durch eine vorgeschaltete Vergärungsstufe weiterhin gewährleistet.

Landwirtschaftliche Abfälle werden seit Jahren dieser kombinierten Verwertung zugeführt. Die anfallenden Gärreste werden sowohl direkt als auch behandelt in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Die Ausnutzung der darin enthaltenen Wertstoffe für die Nährstoffausbringung auf landwirtschaftliche genutzten Böden und die Humusbildung sind Gegentand zahlreicher Untersuchungen. Mit der Novellierung des EEG 2009 können Bioabfälle in landwirtschaftlichen Anlagen mitvergoren und getrennt vergütet werden. Von der Vermarktung des Gärrestes der abfallwirtschaftlichen bzw. kombinierten Anlagen wird die Erfolgsgeschichte der Co-Fermentation und der Mitvergärung von Bioabfällen in landwirtschaftlichen Anlagen entscheidend abhängen. Die positive Entwicklung zur energetischen und stofflichen Verwertung von Bioabfällen – immerhin sind derzeit in Deutschland ca. 100 Anlagen in Betrieb, die Abfälle vergären – führt  zu einer Reihe von Fragestellungen, deren Beantwortung neben langjährigen Erfahrungen auch verfahrenstechnische Sonderlösungen beinhalten.

Die Verstromung des Biogases im Blockheizkraftwerk ist Stand der Technik, von der Nutzung der Wärme hängt die Wirtschaftlichkeit des gesamten Anlagenbetriebes ab. Es werden derzeit verstärkt Anlagen gebaut, die direkt ins Erdgasnetz einspeisen. Für die Aufbereitung des Biogases gibt es inzwischen unterschiedliche verfahrentechnische Lösungen, die auf der Tagung diskutiert werden.

 

Nähere Details entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Weitere Informationen unter: http://faa-tagungen-dresden.de/biogastagung-8/